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Die Idee

Figurbetont ist die Bühne des Lebens: im Miniaturformat.

Comics, Bildergeschichten und Fotostorys zeigen humorvolle Situationen aus dem alltäglichen Leben und halten uns dabei oftmals auch unterschwellig den Spiegel vor.

Die Besonderheit an den Figurbetont-Bildern ist die sensible Mischung aus Realität, Fiktion, Grafik und Text, wobei selbstverständlich den wunderbaren Figuren und Puppen von Playmobil® eine ganz besondere Bedeutung zukommt.

Testbild in der Planungsphase (Quelle: figurbetont.de)

Testbild in der Planungsphase (Quelle: figurbetont.de)

 

Die grundlegende Idee zu dem Projekt entstand schon früh, ungefähr ein Jahr bevor das erste Bild am 23. Mai 2012 veröffentlicht wurde; zu diesem Zeitpunkt war der Arbeitstitel übrigens noch „Zweierlei“, ein symbolischer Titel für zwischenmenschliche Zweisamkeit und die damit verbundenen Dialoge.
Ziel des neuen Hobbys sollte es von Anfang an sein, Fotografie, Kreativität, Mediengestaltung und Kommunikation miteinander zu verbinden.

Zu Beginn sollten die Kulissen und Figuren nur mit Papier, Pappe und kleinen Ständern entwickelt werden, so wie die Anzieh- und Ausschneidepuppen, deren Kleider und Accessoires mit Falzstreifen befestigt werden.

Klassische Anziehpuppe, Papierpuppe (Quelle: paperthinpersonas.com)

Klassische Anziehpuppe, Papierpuppe (Quelle: paperthinpersonas.com)

 

Bei ersten Versuchen stellt sich jedoch schnell heraus, dass sich die Fotoergebnisse dieser Papiertechnik zu wenig von am Computer gestalteten Comics unterscheiden; die kleinen Standfiguren und Hintergründe erzeugen auf einem Bild zu wenig Tiefeneindruck.
Zudem ist die Herstellung und Produktion sehr aufwendig, die Spontanität beeinträchtigt und die Wiederverwertung kaum möglich.

Im Anschluss an die verworfene Technik der Anziehpuppen sollten „echte“ Menschen die Schauspieler werden; als Vorbild dienten die bekannten Lovestorys und Fotoromane aus den Jugendzeitschriften, beispielsweise BRAVO GIRL! oder POPCORN.

Fotostory der Schülerzeitung der Sekundarschule in Gardelegen

Fotostory der Schülerzeitung der Sekundarschule in Gardelegen

 

Aber auch hier stellte sich schnell heraus, dass dieser Technik die Besonderheit, bzw. die Einmaligkeit fehlt. Des Weiteren war es nicht leicht, überhaupt mehrere Menschen zu finden, die regelmäßig für Fotos und Experimente zur Verfügung stehen und sich darüber hinaus auch noch bereit erklären, die Verbreitung von Fotos im Internet zu akzeptieren.

Die für das heutige Erscheinungsbild entscheidende Beobachtung erfolgte Anfang 2012 während einer ICE-Fahrt von Hannover nach Würzburg: zwei kleine Kinder saßen dort im Großraumabteil an einem Tisch und spielten mit einigen Playmobilfiguren sowie ein wenig Zubehör. Sie spielten damit Geschichten ihrer Fantasie nach, aber auch Dinge, die sie selbst erlebt hatten. Da machte es Klick!

In den darauffolgenden vier Monaten erfolgte dann die Detailplanung und Umsetzung der Projektvorbereitungen.

Erste Skizzen und Berechnungen der wesentlichen Studioaufaufbauten (Quelle: figurbetont.de)

Erste Skizzen und Berechnungen der wesentlichen Studioaufaufbauten (Quelle: figurbetont.de)

 

Angefangen bei der Konzeption der verschiedenen Themen und Lebensbereiche über den Entwurf und Bau des Miniaturstudios inklusive Beleuchtungskonzept bis hin zum Erwerb des Equipments und der Figuren mussten sehr viele Dinge beachtet, Fragen beantwortet und Lösungen für Herausforderungen gefunden werden.

Zusammengestelltes Playmobil-Zubehör (Quelle: figurbetont.de)

Zusammengestelltes Playmobil-Zubehör (Quelle: figurbetont.de)

 

Das Schöne an einem solchen Hobby ist, dass man ohne Zeit- oder Kostendruck ins Detail gehen und Dinge erledigen kann, wenn man gerade Lust dazu hat. Wenn nicht, macht man eben am nächsten Tag weiter.

Ein kniffliges Problem war beispielsweise die Montage des Papierhorizontes im Miniaturstudio (siehe Skizze oben). Das Bedrucken beim Dienstleister um die Ecke ging schnell, aber wie stellt man ein 1.90m langes und 60cm hohes „Blatt Papier“ halbrund und gleichmäßig auf? Und zudem noch so, dass es nicht umkippt und trotzdem bei Bedarf noch demontiert, ersetzt oder korrigiert werden kann? Das Anfertigen einer halbrunden Trägerplatte aus Holz oder Metall wäre sehr teuer gewesen, zudem sehr sperrig, schwer und unflexibel.

Letztendlich entstand auf der Grundplatte des Miniaturstudios mit drei Tischbeinen, zwei biegsamen Leisten aus Stahl, ein paar Schrauben, Kabelbindern und Klettverschlüssen ein einfacher, leichter und sehr gut anpassbarer Träger für den Papierhorizont; ganz simpel, aber sehr nützlich.

Eine weitere sehr wesentliche Herausforderung war – und ist es eigentlich bis heute nach wie vor – eine gute und professionelle Beleuchtung.

Schaut man sich die wunderschön bunten Fotos von Playmobil in den Katalogen oder die fotografierten Neuigkeiten auf der Playmobil-Homepage an, sieht das alles ganz einfach aus. Diese Licht- und Abbildungsqualität nachzustellen, ist aber eine sehr schwierige und unterschätzte Aufgabe – zumindest für einen Hobbyfotografen.

Zum Beleuchtungskonzept gehören beispielsweise zwei großflächige Tageslicht-Boxen (Lightboxen), die jeweils von oben und von der Seite das ganze Set bestrahlen und neben der Simulation der Sonnenlichtrichtung auch die Schattenbildung reduzieren.
Bis zu vier kleine Strahler (Spots) – auch mit jeweils unterschiedlichen Farbtemperaturen und Stärken – setzen dann Akzente oder erhellen besondere Bereiche, beispielsweise bei der Fotografie innerhalb des großen Playmobilhauses.

Natürlich kann man Belichtungsschwächen auch mit der Blende der Kamera und mit der späteren Bildbearbeitung ausgleichen, nicht korrigierbar – und gewöhnlich auch nicht digital erzeugbar – sind aber insbesonderse die bewussten Schatten und Lichtspiele, die einem Figurbetont-Foto ja erst einen schönen Tiefeneindruck und Realität geben.

Fortsetzung in Kürze…